Der Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 10.05.2018 hat offensichtlich große Resonanz. In der Ausgabe vom 17.05.2018 wurden drei Leserbriefe abgedruckt, deren Inhalt wir gerne ungefiltert wiedergeben möchten:
Zweifelhafe Mietobjekte
Wir alle wissen um unsere klammen Gemeinden. Das defizitäre Schwalbach von Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer (CDU) mit seinem Ortsteil Hülzweiler weiß von den Problemen ein Lied zu singen. Ein Verein, der private Gelder sammelt damit es im Ort wieder voran geht, sollte mit offenen Armen empfangen werden. Das Gegenteil ist der Fall. Eine Initiative zur Schaffung eines grünen Ortszentrums lässt der Ortsrat auflaufen.
Lieber handelt man gegen seine eigenen Beschlüsse, wird wortbrüchig und will einen Investor ein zweifelhaftes Mietobjekt umsetzen lassen, das die Bürger nicht wollen, den Ortskern zubaut, keinen sozialen Nutzen hat und die Attraktivität des Ortszentrums senkt. Was soll man dazu als mündiger Bürger noch sagen?
Der Ortsvorsteher Georg Maringer (CDU), Verfechter des Bauprojektes, hat es in der Bürgerinformationsveranstaltung zu dem Thema trotzig auf den Punkt gebracht: „Wenn es Euch nicht passt, dann geht doch wählen, nächstes Jahr sind Wahlen.“ Na denn, fragt sich nur wen, der Ortsrat hat einstimmig beschlossen.
Dabei könnte es so einfach sein, einfach dem Investor einen alternativen, besseren Standort suchen, wie auch im Ortsratsbeschluss von vor zwei Jahren niedergeschrieben und von denen es in Hülzweiler genügend gibt. So könnte man Beides haben, das Bauprojekt und mit dem grünen Ortszentrum ein echtes Gemeinschaftsprojekt von Verwaltung, Kirche (dem Grundstückseigentümer) und Bürger schaffen, von dem der Ort profitiert. Oder steht dem ein persönliches Ego im Wege?
Beschlüsse muss man umsetzen
Nach dem Beschluss des Ortsrates in Hülzweiler soll das Bauprojekt in der Dorfmitte Hülzweiler nur dann umgesetzt werden, wenn vom Bauträger, in diesem Fall vom Schwesternverband, auch der ortsübliche Mietpreis verlangt wird und die Pflegeleistung im Haus angegliedert ist.
Diese Forderungen sind als wichtige Ergänzungen von der SPD-Fraktion in den Ortsratsbeschlusses mit eingeflossen. Man darf gespannt sein, wie der Schwesternverband mit diesen Forderungen umgehen wird. Die soziale Nutzung war immer die Forderung des Grundstückseigentümers, hier die Kirche, und der Verwaltung. So hat der Ortsvorsteher, Herr Georg Maringer, immer wieder betont, dass er anständige Pflege und kein verkapptes Bauprojekt wünscht.
Absage an grünes Ortszentrum
Es geht um eine grüne Ortsmitte für Hülzweiler. Leider hat sich der Ortsrat Hülzweiler vergangene Woche gegen ein grünes Ortszentrum ausgesprochen. Er will ein großes Bauprojekt (14 Mietwohnungen) realisieren, obwohl sich die Mehrheit der Bürger für das Alternativprojekt, einen Bürgerpark für Jung und Alt, aussprachen. Damit verfolgt die Gemeinde einen Weg, der in anderen Kommunen, wie beispielsweise Saarlouis und St. Ingbert, bereits als Irrweg verstanden wird.
So sprach sich der Ortsrat von St. Ingbert dafür aus, eine Grünfläche zu erhalten. „Sicher fehle sozialer Wohnungsbau, aber ihn in geschlossene Wohngebiete reinzuknallen, ist verfehlt.“ So war es zu lesen in der Saarbrücker Zeitung vom 29. April dieses Jahres. Warum sollen die Anliegen der jetzigen Bewohner weniger Wert sein, als die von denen, die nach Wohnraum suchen?